"Kurier" vom 12.08.2007 Seite: 31 Ressort: Kultur Anna gasteiger Wi, Abend, Wi, Morgen Polly Adler Starkoch und Schlagerkönig in Pollywood Am Dienstag beginnen die Dreharbeiten zur Polly-Adler-Serie. Ausgestrahlt wird sie Anfang nächsten Jahres. Gregor Bloéb als Starkoch, Manuel Ortega als Schlagerkönig - Polly Adler goes Serie und prominente österreichische Schauspieler gehen mit. Übermorgen, Dienstag, ist Drehstart für die vier 45-minütigen Folgen, die Anfang Februar 2008 im ORF gezeigt werden sollen. Auf die Ausstrahlung des Pilotfilms vor knapp zwei Jahren waren Gespräche und Pläne und Pläne und Gespräche gefolgt, aber keine fixe Zusage zur Realisierung der Serie. Eineinhalb Jahre später kam dann doch noch das OK. Angelika Hager: "Ich bin sehr froh, dass es noch stattfindet." Besetzung Petra Morzé spielt ab Dienstag wieder die Polly, eine frisch geschiedene Society-Journalistin mit halbwüchsiger Tochter und Lust auf Liebe. Roland Koch gibt den Ex-Mann, Wolfgang Böck den Chef, Florian Teichtmeister den befreundeten Fotografen und Andrea Händler die beste Freundin. Neu dabei: Hary Prinz als "Love Interest". Regie führt Peter Gersina ("Arme Millionäre"), die deutsche Filmfirma teamWorx produziert, die Drehbücher stammen von Polly Adler-Erfinderin Angelika Hager und Uli Brée. Hager über den Inhalt der ersten beiden Folgen: "Das Prinzip ist, in jeder Folge die so genannte Seitenblicke-Welt mit all ihren Skurrilitäten, Absurditäten, Abgründen und Verschlagenheiten zu zeigen. Die erste Folge ist im überkandidelten, leicht hysterischen Gourmet-Milieu angesiedelt. Gregor Bloéb spielt einen exzentrischen Starkoch, Nina Proll seine Frau. In der zweiten Folge tritt ein Schnulzengott auf, eine jugendliche Mischung aus Jürgen Drews und Hansi Hinterseer, von Manuel Ortega gespielt." Die dritte Folge handelt von einer verschwundenen Hollywood-Diva, die vierte von einer Opernsängerin, die zu schnell verheizt wurde. Helmut Berger spielt einen Opernregisseur; eine Rolle, für die kurzfristig auch Christoph Schlingensief im Gespräch war. "Dem Zuschauer soll es in jeder Episode ermöglicht werden, wie durch ein Schlüsselloch zu schauen," erklärt Hager. Polly Adler geht den Dingen auf den Grund, um herkömmliche Kriminalgeschichten handelt es sich aber nicht. "Eine ermittelnde Chronologie interessiert mich nicht, Polly arbeitet mit Emotion, Chaos und Eingebung, und versucht gleichzeitig, ihr Privatleben in den Griff zu bekommen." (Hör-)Buch Jung und urban soll die Serie werden, wünscht sich der ORF, und gedenkt in der Primetime auf ORF1 auszustrahlen. Wem die Zeit bis dahin zu lang wird, sei das Polly-Adler-Hörbuch "Pollywood" empfohlen (18 Euro). Im Herbst erscheint mit "Amour... Pfuuh!" das vierte Polly-Adler-Buch, jeden Samstag Hagers Polly-Adler-Kolumne in der KURIER-Freizeit. << zurück |
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