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Eine Keule für die Würde Wir
haben eine Holzkeule in einem Fachbetrieb unseres Preis-segments maßfertigen
lassen. Friedlich ruht sie im Eck unserer Redaktionsstube und harrt der
Dinge die da kommen. Also ehrlich gesagt, N hatte auf die Anschaffung
des nicht ganz billigen Stücks bestanden. Und zwar genau letzte Woche,
als ich mit einem potenziellen Kandidaten für Zwischenmenschlichkeiten
am Telefon zugange war. Als ich den Hörer sanft in die Gabel rutschen
ließ, schickte sie mir einen Blick, der sich aus den Gefühlen
Mitleid, Verachtung und Besorgnis nährte. „Is irgend was?“,
fragte ich spitz. „Es geht mich ja nichts an, aber ...“, hob
sie an. Diesen Satz kannte ich nur allzu gut: Wiens Taxifahrer benutzen
ihn gerne als Ouverture, wenn sie ihren Fahrgast mißbrauchen, um
sich ihrem Unmut gegenüber innenpolitischen Widrigkeiten Luft zumachen. |