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WAS ANDERE ÜBER DIE DENKEN: |
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„Wenn es Polly Adler nicht gäbe, müsste man sie erfinden”
Thomas Glavinic, Schriftsteller „Die Sprache schwingt sich zu immer neuen Rekorden der Diesseitigkeit und des modernen Jetzt auf, aber die Seele der Protagonistin macht da nicht mit und nimmt nur Schaden. Für den Leser ist das eine günstige Situation: er kann sich in diesen Roman hineinfallen lassen, in diese andere, lustige Welt, in diesen Jugendjargon, kann ihn mitsprechen, kann eine Weile spüren, wie sein eigenes Leben dadurch leicht und amüsant wird – aber er muß den Preis nicht bezahlen. Meine Frau Christa und ich haben eine Woche in diesem ‘Sex and the City’ Paralleluniversum verbracht, haben die Sprache daraus adaptiert und viel Spaß gehabt. Natürlich hört keiner der Anwesenden gern diese Reverenz aus dem vergangenen Jahrhundert; schließlich besteht Verlag & Autorin darauf, beinhart im fortgeschrittenen Turbo- und Medienkapitalismus des Jahres 2011 zu leben. Und sogar zu Recht: der Roman ist AUCH die bitterböseste Auseinandersetzung mit genau diesem System, die je eine Kolumnistin aus dem Yellow Bereich geschrieben hat. Wobei schon der nächste Fallstrick bereit liegt: Yellow Bereich. Angelika Hager spielt auch diese Rolle nur, und nur sehr nebenbei. Im Hauptberuf ist sie Redakteurin beim angesehendsten Nachrichtenmagazin Österreichs. Seit Jahren und Jahrzehnten schreibt sie dort die meisten Titelgeschichten, und immer ist es hard stuff. Also immer eine ernste Angelegenheit. Wie am Ende auch ihr erster Roman.” Joachim Lottmann, Schriftsteller, in der taz „Die Polly Adler-Kolumne ist manchmal so witzig, dass es mich vom Radl schmeißt.” Hermann Maier, Sportmythos „Polly und der Barolo gehören inzwischen zu meiner Familie.” Willi Resetarits, the artist formerly known as Dr. Kurt Ostbahn „Polly Adler ist verantwortlich, dass wir nicht dumm sterben. Weil sie mitschreibt, wie dumm wir leben.” Dieter Chmelar, TV-Moderator und Autor „Die hat ein Herz unterm Dekolleté. Und Nerven, die nie ganz zusammenbrechen. Dieses Buch gehört ins Notfallpaket wie Riechsalz und solche Sachen.” Marga Swoboda, „Krone”-Kolumnistin „Urvollepeinlich!” Stella Hager, Adler-Tochter „Wir hoffen, dass wir irgendwann einmal von den geistlosen Ergüssen dieser dämlichen Möchtegern-Emanze verschont bleiben, aber leider...” M. Kammer, Leserin „Federnde Frauenkolumnen voller Wiener Schmäh!” Doris Knecht im „Tagesanzeiger-Magazin”, Zürich „Literarische Miniaturen, bisweilen gar in der Qualität eines Anton Kuh oder Alfred Polgar.” Georg Hofmann-Ostenhof, „profil” Jedes schmutzige Detail DORIS KNECHT, Kurier Zwischen Schenkelklopfer und Sickerwitz: Keine Angst vor dem „weiblichen” Humor! Permanent treffe ich auf Männer, die behaupten, es gebe keine witzigen Frauen. Also, keine witzigen Schreiberinnen. Wie ich vergangenes Jahr in Frankfurt über die Buchmesse wandelte, hörte ich allenthalben die Klage-Frage, wo denn, bitte, die witzigen Autorinnen seien? Entschuldigung? Wo leben die? Definitiv nicht in Wien. Sonst würden sie Polly Adler kennen. Polly Adler, die, wie jetzt eh schon jeder weiß, in Wirklichkeit Angelika Hager heißt, hat gerade zwei neue Bücher veröffentlicht. Einerseits eine pipifeine Kombination aus Kolumnenband und Buch-Kalender („Polly Klinik 2010”). Andererseits einen Band Short Storys („Nur Idioten sind glücklich”, beide Amalthea), der Adler, also Hager, als kolossale, scharfsichtige und, ja, grundwitzige, Erzählerin ausweist, die so ziemlich jedes schmutzige Detail über das Leben und die Männer kennt: Und trotzdem beide abgöttisch liebt. Wobei „witzig” ein expansiver Begriff ist, wie das Duo Schmidt/Pocher ja eben erst eine Zeit lang bewies: Der dehnt sich vom Bruhaha-Schenkelklopferhumor bis zum feinen, geistreichen Sickerwitz, und was bei Schmidt/Pocher auf Dauer gar nicht funktionierte, fügt sich hier harmonisch in einer Adler zusammen: Denn die entdeckt noch in der fiesesten Frust-Anordnung, im ärgsten Daseins-Kramuri die Pointe. Man muss nur hinschauen. Und man muss sie nur sehen wollen. Und Adler will: Was keinen wundert, der das glockenhelle Lachen der Autorin jemals live gehört hat. Es sind vorzugsweise Geschichten über ganz normal vom Leben gebeutelte Frauen: aber wie Adler die Männer darin vorführt, sollte auch die Männer interessieren. Unbedingt. ANDREA BRAUNSTEINER IN „WOMAN”: In ihrem ersten Erzählband „Nur Idioten sind glücklich” geht die Kultkolumnistin mit ihren Figuren ziemlich unsanft um. Wenn die auf der Suche nach dem Glück nur ein wenig behindert werden, walzen sie ihr Umfeld wie Schneeraupen nieder. Gemein & gut. |
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