Kolumnen

 

Mel und die Möbeltherapie – 04.03.2017

Die Oscars sind zwar schon längst wieder Geschichte, aber mir ist noch immer flau im Magen, wenn ich an das Szenario denke: Mel Gibson, weltberühmt wegen seiner Alkoholexzesse und...

Gute Reise, Mrs. Jones! – 25.02.2017

Ich hatte sie über die Jahrzehnte aus den Augen verloren, dabei hatte ich ihr soviel Wien zu verdanken gehabt, als ich Anfang 20 aus dem Provinzstädtchen in die Stadt...

Die Dauerbeleidigte – 18.02.2017

Du bist schon drei Wochen wieder zurück?!?! Und hast immer noch nicht angerufen? Was bist denn du für eine Freundin!“ „Eine zögerliche in deinem Fall“, dachte ich mir, denn...

V-Day-Strategien – 11.02.2017

Rücksichtslos. Unsensibel. Überzuckert. Lächerlich. Und penetrant. Na, dieser Valentinstag-Tsunami im Werbe-TV. Ständig purzeln  B-Models mit windzerzauster Mähne in die Arme von Hipster-Bubis, zuvor  wurden noch nach zerlassenen Gummibärchen riechende...

Geschäftsmodell Gesprächspuff – 04.02.2017

Das Hotel „Galle Face“ in Colombo kommt einer kolonialistischen Fieberfantasie gleich, doch ich bekam kaum Raum, sie zu genießen. In der Bar setzte sich nämlich ein Engländer so knapp...

Good, good luck! – 28.01.2017

Heute morgen habe ich mich wie eine Led-Zeppelin-Epigonin benommen und in diesem hinreißenden Kolonialkasten in Galle, einer Stadt im Süden Sri Lankas, ein Fenster zertrümmert. Also, ich wollte es...

Monika, ach Monika – 21.01.2017

Abends lese ich dem Hoteldirektor manchmal aus meinen alten Niki-Lauda-Interviews vor. An der Stelle, wo Mister Lauda erzählt, dass ihm die italienischen Frauen nach seinen Siegen für Ferrari ihre...

Danke, Niki! – 14.01.2017

Ich sitze wie eine siegreiche Feldherrin auf dem Hotelbalkon. Die Schlacht war keine Lercherlpartie gewesen, aber ich hatte sie für mich entschieden: Das Zimmer, nämlich das beste in der...

„Running sushis“ der Liebe – 07.01.2017

Anatol, Schnitzlers Beziehungs-Junkie, der hatte noch Stil beim Gemeinsein. Sein zu entsorgendes G’spusi lud er ins Séparée zum Abschiedssouper ein  – zu Champagner und Filets aux truffes. Und hoffte...

Glückliche Katastrophen – 24.12.2016

So. Die fette Ente, die bis zuletzt viele Freunde hatte, wie mir der Bio-Bauer versicherte, ist im Rohr. Die Knödel sehen wie immer wie frisch aus dem Rudolf-Steiner-Kindergarten aus....

„Du Instagram-Opfer!“ – 17.12.2016

Facebook, mein freundlicher und doch so durchtriebener großer Bruder, schenkt mir einen Jahresrückblick 2016. Ich sehe mein mild belichtetes Profilporträt, um das sich zu Sphärenklängen die Fotos jener 492...

Suchtfaktor „Good Wife” – 10.12.2016

Ich bin erledigt. Über 150 Folgen lang habe ich meine Nächte mit Alicia Florrick verbracht. Und jetzt ist die Paragraphenreiterin mit ihren strengen Kostümchen und dem Ich-sehe-zwar-aus-wie-Jacky-K-in-mir-schlummert-aber-ein-Vulkan-Blick in das...

A Zigeuna mecht i sein – 03.12.2016

Als am Hietzinger Friedhof Partystimmung herrschte.  Alles Gute zum Hunderter, Omschi“, flüsterte ich und die weißen Rosen wurden nass. Ich hatte sie drei Mal zuvor in der Vase umarrangiert,...

Das Kind schreibt – 26.11.2016

Wie der Fortpflanz Muttchen auf den obersten Wipfel der Palme gebracht hatte.  Das Kind schreit: „Ich will einen Brief an das Christkind schreiben.“ Das Kind ist 22. „Auf welchem...

Wut-Unfälle – 19.11.2016

Wut, Enttäuschung und Autoknaller.  Knnnirsch! Da war es, das Scheuergeräusch, das meinen dritten Blech-Buserer 2016 begleitete. Dem Himmel sei Dank war meine Unfallgegnerin eine reizende Psychologin, die mich besorgt...

„Wir verkühlen uns sehr leicht“ – 12.11.2016

Über den Neid, der sich angesichts Paar-Symbiotikern breit macht.  „Wir essen sehr gerne nicht zu spät.“ – „Wir fahren immer wieder einfach so ins Blaue.“ –  „Wir mögen keine...

Eine Pussy namens Paul – 05.11.2016

Warum die alle so empfindlich sind. Ich koche!“ brüllte R in den Hörer. „Das weiß ich“, antwortete ich, „will auch nicht lang stören.“ – „Missverständnis: Ich koche vor Wut....

Ein Engel namens Gustl – 29.10.2016

Auf zu neuen Rettungsankern!  Unlängst in der Riesen-Buchhandlung auf der „Mahü“, so das Wiener Idiom für jene Einkaufsstraße, in der sonst vor allem weiße Turnschuhe und Glitzer-Handyhüllen feil geboten...

„Des G’schiss mit der Elli“ – 22.10.2016

Aufkommen von Kussgeschehen. Mein Lieblingswort der Woche ist „Kussgeschehen“. Und das kam so. Aus Liebe zu meiner M hatte ich mich als ihre Begleiterscheinung auf eine Chichi-Party geschleppt. Mir...

Keine Gegen-, sondern Zustände – 15.10.2016

Meine Prada-Taschen sind Zeit, Freiheit, vor allem Angstfreiheit. Luxus? Das sind inzwischen längst keine Gegen-, sondern Zustände. Nichts gegen einen Hauch von Pullover aus Wolle von Anden-Bergziegen, die vegan...